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  • Kurtisane de Sade

Die Erfassung eines Standes

Escort, Sexdienstleisterin, Prostituierte - das ist im Grunde, was ich bin, seit ich mich im Liebesgewerbe auslebe. Doch es gibt so viele verschiedene Beinamen für die Frau, mit der Männer ihre vielleicht heißesten und intimsten Stunden verbringen.

Welche Bezeichnung für eine Frau, die Geld für ihre Gesellschaft und sexuellen Dienste nimmt, gefällt euch am besten oder welche gefällt euch gar nicht?

Ich habe auf Interesse ein paar Begriffe zusammengestellt. Zu den ältesten Bezeichnungen für Frauen im horizontalen Dienst gehören Dirne oder Hure. Als Gefallenes Mädchen bzw. Gefallene Frau wurden Frauen bis ins 20. Jhd. hinein bezeichnet, die ihre Unschuld verloren hatten ohne verheiratet zu sein. Historisch Interessierte bezeichnen die Prostituierte womöglich als Konkubine; als Kurtisane oder Hetäre, einer gesellschaftlich anerkannten Prostituierten im Altertum; oder als Mätresse, ursprünglich eine Bezeichnung für den höchsten weiblichen Günstling am absolutistisch-französischen Königshof, der eine Bedeutungsverschiebung im 19. Jhd. Bezeichnung für ein prostitutionsnahes Dauerverhältnis zu einem mächtigen Mann erfuhr; Kokotte oder Metze, veralteten Bezeichnungen aus dem 19. Jhd. Kenner des Gilgamesh-Epos mögen so weit gehen Prostituierte Ḫarimtu zu nennen, was eine positive Bezeichnung einer Hure war. Verträumt hingegen klingen Bezeichnungen wie Liebesdienerin, Gefährtin auf Zeit oder Freudenmädchen. In Richtung BDSM gehend mag der eine oder andere die Bezeichnung Sexsklavin oder Sexdienerin. Einfallsreiche neue Bezeichnungen können Erotikkünstlerin, Mietfrau, Entspannungstechnikerin oder Zuckermädchen sein. Abwertende Begriffe werden häufig wahrgenommen Callgirl, Hostess, Schlampe, Masseuse, Bordsteinschwalbe, Stricherin oder Nutte.

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